Der unwiderstehliche Garten : eine Beziehungsgeschichte

Frischmuth, Barbara, 2015
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Medienart Buch
ISBN 978-3-351-03585-3
Verfasser Frischmuth, Barbara Wikipedia
Beteiligte Personen Gebker, Melanie Wikipedia
Systematik BI - Einzelbiografien
Schlagworte Garten
Verlag Aufbau
Ort Berlin
Jahr 2015
Umfang 233 S.
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Barbara Frischmuth. Mit Ill. von Melanie Gebker
Illustrationsang Ill.
Annotation Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Ingrid Kainzner;
Philosophische Betrachtungen einer leidenschaftlichen Gärtnerin. (NL)
Barbara Frischmuth zieht - im Hinblick auf ihr gärtnerisches Leben - ein Resümee der vergangenen Jahrzehnte. Was 1988 in einer paradiesischen Landschaft begann, mit der Zeit sich immer mehr "auswuchs" und erblühte, soll nun aus praktischen Erwägungen, die vor allem mit dem Älterwerden zu tun haben, verkleinert werden. Von Anfang an hat sie sich nicht nur buchstäblich in die Erde gekniet und gepflanzt, sondern sich auch durch eine schier unglaubliche Menge an Fachliteratur gearbeitet. Auch an diesen Erfahrungen lässt sie die LeserInnen auf anregende Weise teilhaben. Sie interessiert sich besonders für die Fragen, wie Pflanzen auf Umweltreize reagieren, wie ihre Wahrnehmung beschaffen ist, ob sie lernfähig sind und vieles mehr. Fragen, auf die die neue wissenschaftliche Disziplin der Pflanzenneurobiologie Antworten sucht. Dieser Zugang ist der Autorin lieber als esoterische Spekulationen, wenngleich sie zugibt, animistischen Vorstellungen nicht abgeneigt zu sein.
Allerdings ist das vorliegende Buch keine theoretische Abhandlung; es ist Barbara Frischmuths Kunst, in die praktischen, oft humorvollen Schilderungen der Mühen und Enttäuschungen der bemühten Gärtnerin auch Erkenntnisse der Wissenschaft einzuflechten. Die unbändige Freude, ja Obsession, etwas zu gestalten auf der einen Seite und auf der anderen das Wissen um die Vergänglichkeit sind nicht nur im Hinblick auf den Garten eine Herausforderung. Die Autorin verdrängt diese Gedanken nicht, sondern entwickelt "eine andere Vorstellung von Pflanzen auch außerhalb des Gartens, ihrer Wirksamkeit in den Bereichen zwischen Garten und Wildnis, ohne ihren Nutzen, ihre Schönheit, ihre - ja, sprechen wir es einfach aus -, ihre überlegene Gelassenheit den Herausforderungen des Lebens gegenüber." Dieses anspruchsvolle, aber sehr gut lesbare Buch wirkt ausgesprochen inspirierend und sollte in keiner Bibliothek fehlen.

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