Franz : die Geschichte meines Urgroßvaters

Goiginger, Adrian, 2024
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Medienart Buch
ISBN 978-3-7025-1117-3
Verfasser Goiginger, Adrian Wikipedia
Verfasser Müller, Walter Wikipedia
Beteiligte Personen Goiginger, Adrian Wikipedia
Beteiligte Personen Müller, Walter Wikipedia
Beteiligte Personen Weiglein, Markus Wikipedia
Systematik BI - Einzelbiografien
Verlag Verlag Anton Pustet
Ort Salzburg
Jahr 2024
Umfang 139 Seiten
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Adrian Goiginger ; Walter Müller. Adrian Goiginger ; Walter Müller ; Markus Weiglein
Illustrationsang Illustrationen
Annotation Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Reinhard Ehgartner;
Auf den Spuren des Urgroßvaters: Die Hintergrundgeschichte zum Film »Der Fuchs«.
Filmen kommt häufig die Aufgabe zu, uns zu unterhalten und ein wenig zu zerstreuen. Der Film »Der Fuchs« von Adrian Goiginger zerstreut nicht, sondern konzentriert und bündelt die Linse der Kamera wird zum Brennglas, in dem kurze, fein gearbeitete Szenen dicht und bisweilen schmerzhaft konkret die Wirklichkeit eines Lebens spiegeln. Adrian Goiginger, der in »Der Fuchs« einzelnen Episoden aus dem Leben seines Urgroßvaters Franz Streitberger nachgegangen ist, berichtet, dass er im Anschluss an Filmpräsentationen häufig von Zuseher*innen angesprochen wurde, die mehr über die biografischen Hintergründe der Lebensgeschichte von Franz Streitberger wissen wollten. Das vorliegende Buch ist die Antwort auf dieses verständliche Interesse.
Behutsam Ein Leben zeichnen
»Franz« ist nicht das Buch zum Film, sondern löst sich von dem Plot mit seiner dichten Symbolik und unternimmt eine Spurensuche, die einen Menschen zugleich in seiner Individualität als auch auf der Folie familiengeschichtlicher und zeitgeschichtlicher Ereignisse sichtbar und verstehbar werden lässt. Dieses behutsame Ausmachen von besonderen Wesenszügen eines Menschen gehört zu den großen Qualitäten von Walter Müller, der in diesem Buch als Mitautor zeichnet. In ruhigem Erzählton und ergänzt mit einer Reihe von Fotografien folgt der überaus schön aufgemachte Band den Lebensstationen Franz Streitbergers, der 1917 im Salzburger Pinzgau in eine zusehends verarmende Bauernfamilie mit zwölf Kindern hineingeboren wurde. Phasen des Abstiegs enden in Armut und Hunger, weshalb Franz und einer seiner Brüder weggegeben und als »Annehmkinder « in Familien kommen, wo billige Arbeitskräfte gesucht sind. Als 18-Jähriger sucht Franz die Freiheit und das Bundesheer bietet die Möglichkeit, aus den beengenden Verhältnissen herauszukommen. Es folgt der Zweite Weltkrieg, der ihn durch halb Europa führt, dem Tod entgeht er mehrfach nur mit Glück. Ein kurzer Fronturlaub für die Heirat, seinen im Krieg geborenen Sohn sieht Franz erst nach der Freilassung aus der Gefangenschaft. Sparsamkeit und Fleiß ermöglichen Franz und seiner wachsenden Familie sozialen Aufstieg und wirtschaftliche Sicherheit als Eisenbahner. 2017 stirbt Franz Streitberger im Alter von 99 Jahren.
Dem Leben zugewandt
Mit »Franz« gelingt Adrian Goiginger und Walter Müller das differenzierte Porträt eines Menschen und einer Zeit, das sich vor einfachen Beurteilungen hütet. Zugleich ist es ein Plädoyer für das Leben, denn selbst hinter der unglaublichen kindlichen Verletzung des Weggegebenwerdens kann der verschlossene und vielseitig begabte Franz seinen Traum vom eigenen Motorrad, die tiefe Zuneigung zu seiner Susi und den Kindern leben. Und dann ist da noch diese Liebe zu einem verlassenen Fuchswelpen, die noch Jahrzehnte später in der Erinnerung seine Züge aufhellt.

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