Ida und die Welt hinterm Kaiserzipf : das Leben der Weltreisenden Ida Pfeiffer

Schwalbe, Linda, 2020
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Medienart Buch
ISBN 978-3-314-10519-7
Verfasser Schwalbe, Linda Wikipedia
Systematik JD - Bilderbuch
Verlag NordSüd
Ort Zürich
Jahr 2020
Umfang [64] S.
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe erzählt und illustriert von Linda Schwalbe
Illustrationsang überw. Ill. (farb.)
Annotation Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Gertie Wagerer;
Mitte des 19. Jahrhunderts bricht die Wienerin Ida Pfeiffer zweimal zu einer Weltreise auf und erlangt durch ihre Reiseberichte große Bekanntheit. (ab 5) (JD)
Ein Frauenleben vor beinah 200 Jahren war klar vorgeprägt: Heirat, Haushalt, Kinder. Ida wurde auch dazu erzogen. Als ihre Söhne aber das Haus verlassen haben, erinnert sie sich an ihre Kindheitsträume und bricht endlich zu einer Forschungsreise auf.
Dieses Bilderbuch erfasst im ersten Teil Idas Kindheit und den repressiven Erziehungsstil der damaligen Gesellschaft. Im zweiten Teil werden der Aufbruch in unbekannte Welten und die Strapazen einer Schiffsreise dargestellt. Der dritte Teil befasst sich mit Idas Erforschung einer (indonesischen) Insel und dem freundschaftlichen Kontakt mit den dortigen Bewohnern.
Die Illustrationen, für die die Künstlerin den Serafina-Illustrationspreis 2020 erhielt, sind von großer Ausdruckskraft und Fülle, in der Gestaltung außergewöhnlich mit großflächigen Tafeln und Segmentierungen in der Art von Storyboards. Teils arbeitet Schwalbe mit naiven Formen (etwa bei Gesichtern, Tieren, Pflanzen), zugleich ist die überaus üppige Farbgebung Mittel für ein reichhaltiges Darstellungsrepertoire. Die an grünem Haar und grünem Overall erkennbare Forscherin taucht in der Fülle der Gegebenheiten als Erzählangelpunkt auf.
Dem gegenüber wirkt der Text etwas platt und farblos: "Ich erklärte ihr (einer indigenen Frau), wir sind hier, um zu forschen. Ayu lud uns ein. Wir folgten ihr an einen Ort, den ich nur aus Büchern kannte. Ein verborgenes Tal am See, hier also lebte Ayu." Diese Zeilen bleiben weit hinter dem Erwartbaren, aber auch weit hinter den Bildern zurück.
Eine großartige Idee, diese bemerkenswerte Frau und ihre emanzipatorische Leistung Kindern zu präsentieren, und das mit ungewöhnlichen Bildern, die viel Raum für die eigene Fantasie lassen. Schade, dass man sich bei den wenigen Sätze nicht für eine poetischere, farbigere und anregendere Sprache entschieden hat. Empfohlen ab 5 Jahren.

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